Ein Regenmesser wird auch Niederschlagsmesser, Ombrometer, Hyetometer und Pluviometer genannt. Es ist ein Gerät zur Messung des Niederschlages, der in einem bestimmten Zeitraum gefallen ist.

In jeder Wetterstation wird man einen Regenmesser finden, da er sehr wichtig für die Wetterprognose und die Niederschlagsstatistik ist. Der erste Pluviometer wurde bereits im Jahr 1442 in Korea von König Sejong entwickelt. 

Heutzutage unterscheidet man zwischen analogen und digitalen Regenmessern. 

Analoge Regenmesser

Der einfache analoge Niederschlagsmesser ist oft ein trichterförmiges Gefäß, der den Regen gut auffangen kann. An einer Skala kann man dann den gefallenen Regen in cm² ablesen. Dabei entspricht die Markierung eines cm² in der Ablesescala real einem Liter pro m². Analoge Messgeräte sind aus Glas oder Kunststoff erhältlich. 
analoger Regenmesser
Foto: pixelio.de / Hartmut 910

Digitale Regenmesser

Der digitale Regenmesser ist gegenüber eines analogen Messgerätes weitaus komplizierter aufgebaut. Der digitale Niederschlagsmesser besteht aus einer Kippwaage. Ist eine Schale der Waage mit einer bestimmten Wassermenge gefüllt, so kippt die Schale nach unten und wird entleert. Damit keine Regentropfen während des Kippvorganges verloren gehen können, fängt die zweite Schale der Waage diese auf. Aufgrund der Anzahl der Ausleerungen kann dann der digitale Regenmesser die gefallene Regenmenge in einem bestimmten Zeitraum berechnen.
Da 1ml Wasser 1g wiegt, kann die Kippwaage die gefallene Wassermenge sehr gut umrechnen.
 
Modernste Regenmesser sind beheizt und schmelzen Graupel, Hagel und Schnee.
Elektrische Heizfolien halten die Messvorrichtung und den Auffangbehälter frostfrei. 

Funk Regenmesser

Durch Funk Regenmesser lässt sich heutzutage bequem ablesen, ohne aus dem Haus gehen zu müssen. Wie der Name schon sagt, überträgt die Technik die Messergebnisse des gefallenen Niederschlags zur Funkwetterstation. Die Daten lassen sich in der Regel auch gleich automatisch in die EDV übertragen.
 
Der Aufstellungsort eines Regenmessers muss gut durchdacht sein. Der Regen muss auch bei Wind und somit schräg fallendem Niederschlag gut vom Regenmesser aufgenommen werden können. 

Niederschlagsmesser nach Hellmann

Am bekanntesten und oft in der Meteorologie benutzt wird der Regenmesser nach Hellmann. Gustav Hellmann war ein berühmter preußischer Meteorologe und erfand diesen Regenmesser im Jahr 1886.
Dieses Messgerät besteht aus Edelstahl und hat eine begrenzte Auffangfläche von 200cm².

Das Regenwasser kommt durch einen Trichter in eine Sammelkammer in den unteren Teil des Regenmessers und wird dort vor Verdunstung geschützt .Mit Hilfe eines Messzylinders wird das gesammelte Wasser auf 0,1mm genau abgemessen.